
Foto: Bei der Schierlinger Kolpingsfamilie ist mit dem „Familienring“ eine weitere, sechste Familiengruppe gegründet worden. Auf dem Foto von links Präses Pfarrer Bernhard Pastötter, Vorsitzende Doris Bachmeier, die Leiterinnen der neuen Gruppe, Katrin Giel, Simone Dobos und Sabrina Höpfl, sowie die stellvertretenden Kolping-Vorsitzenden Renate Friedrich und Rudi Feigl.
Verbindung von Glaube, Gebet und tätiger Nächstenliebe als Kern der Idee des Gründers Adolph Kolping – aus der Generalversammlung
Bei der Generalversammlung der Kolpingsfamilie (KF) wünschte sich Präses Pfarrer Bernhard Pastötter, dass in der mittlerweile auf 345 Mitglieder angewachsenen Gemeinschaft die Verbindung von Glaube, Gebet und tätiger Nächstenliebe präsent bleibt. Um das sei es dem Gründer Adolph Kolping von Anfang an gegangen. Vorsitzende Doris Bachmeier verkündete die Gründung einer sechsten Familiengruppe, die sich „Familienring“ nennt. Stellvertretende Vorsitzende Renate Friedrich nannte Eckpunkte für die im Dezember 2026 beginnenden Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der KF, die ein Jahr dauern werden.
Der Dankgottesdienst vor der Generalversammlung fiel auf den vierten Fastensonntag, der offiziell „Laetare“, also „Freudensonntag“ heißt. Es gehe dabei um eine tiefe Freude, die man heute auch als positive Lebenseinstellung bezeichnen könnte, so Pfarrer Bernhard Pastötter in der Predigt. „Die Quelle dieser Freude ist das Wissen um Gott, der voll Liebe und Barmherzigkeit ist und sich zu Gott zu bekennen gibt Halt und Orientierung“, so der Pfarrer. Wer dieses Bekenntnis hat, den könne so schnell nichts aus der Bahn bringen.
Zu Beginn der Generalversammlung zitierte er Papst Johannes Paul II., der im Jahr 1991 bei der Seligsprechung des Priesters Adolph Kolping festgestellt hat: „Adolph Kolping war ein Mystiker der Tat. Indem ihm Gott im Gebet nahe war, suchte er die Nähe der Menschen.“ Damals waren viele Schierlinger nach Rom gereist und haben diesen Satz unmittelbar gehört. Als Mystiker gelten Menschen, die sich mit dem Geheimnis des Glaubens beschäftigen und dabei die innere Einkehr pflegen. Der Präses hoffte auf einen weiterhin großen Zusammenhalt in der Kolpingsfamilie im Sinne eines Miteinander, das den Einsatz für die Mitmenschen ebenso bedeutet wie das Bekenntnis zum Glauben.
Vorsitzende Doris Bachmeier freute sich über den weiteren Zuwachs durch die Gruppe „Familienring“, die von Katrin Giel, Simone Dobos und Sabrina Höpfl geleitet wird. Sie listete eine Fülle von Aktivitäten der KF auf, die vom Johannisfeuer, gemeinsamen Wanderungen, Mitgestaltung von Fronleichnam, Kreuzweg und Rosenkranz bis zum Kinderfasching reichten. Am Familienbildungswochenende in Lambach haben 160 Personen teilgenommen, sehr beliebt sei das Vater-Kind-Wochenende und auch das Zeltlager. Sie dankte der Vorstandschaft und allen Gruppenverantwortlichen für die engagierte und kooperative Unterstützung. Stellvertretende Vorsitzende Renate Friedrich stellte die Eckpunkte des Programms für die 100-Jahr-Feier vor, die unter dem Kern der Kolpingarbeit, nämlich dem Thema „Glaube, Familien, Gemeinschaft“, steht. In Kürze werde ein Wettbewerb zur Gestaltung eines Logos ausgelobt, an dem sich nicht nur Kolpingmitglieder beteiligen können. „Wir wollen präsent sein in Schierling“, fasste sie zusammen.
Es folgten die Berichte von sieben Gruppen mit jeweils erstaunlich vielen Aktivitäten der umfassenden Bildung sowie von Freizeitaktivitäten. Anne Sedlmeier verwies für den „Familienkreis“ insbesondere auf die Teilnahme am Benediktusfest in Weltenburg sowie Einkehrabende. Nach Maria Feigl besteht die „Familienrunde“ aus rüstigen Rentnern, die gerne Zeit miteinander verbringen. Dabei gehe es auch um kulturelle Angebote wie die Gestaltung eines literarischen Abends oder den Besuch im Maristenkloster Furth. Silvia Froschhammer hob für die „Familienbande“ die Nikolausaktion hervor, die mit der Aussendung von 15 Nikolauspaaren einen Höhepunkt erreichte. Gerti Rohrmayer berichtete für die „Familienbagage“ zum Beispiel von der Besichtigung des Nepal-Tempels bei Wiesent. Für die „Kolping-Minibagage“ listete Nadine Daller Schlittschuhlaufen und einen Töpferkurs für Kinder auf. Sehr erfolgreich war die Jugend. Max Jungmayer berichtete stolz vom dritten Sieg hintereinander bei der Fußball-Marktmeisterschaft sowie einem zweiten Platz beim Turnier in Allersdorf. Gerhard Banse freute sich, dass die Aufführungen der Kolping-Theatergruppe fast immer ausverkauft waren. Er dankte den anderen Gruppen für die Bewirtung der Gäste. Kassenverwalterin Bettina Diermeier berichtete von erheblichen Spenden der Kolpingsfamilie an gemeinnützige Einrichtungen. Dabei wurde auch die Aktion „Weihnachtstrucker“ der Johanniter auf 100 Hilfspakete aufgestockt. Adolf Roßmeier und Anderl Kabel bestätigten eine vorbildliche Kassenführung.
Rudi Feigl stellte die von der Kölner Zentrale gewünschte Anpassung der Satzung vor, wonach künftig auch Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung über Videokonferenz stattfinden können. Zweite Bürgermeisterin Maria Feigl erinnerte an die Mitverantwortung von Kolpingmitglieder für die Gestaltung der Gesellschaft. Sie bat um die Beteiligung am Bürgerentscheid für das neue Rathaus.
Text und Fotos: Fritz Wallner